Der neue Schulsprengel hatte folgende Grenzen: Im Norden die Eisenbahn, im Osten der Obere katholische Friedhof, im Süden die heutige Karl-Stieler-Straße und im Westen der Königswiesenweg und das Kumpfmühler Kastell. Außerdem gehörte Neuprüll dazu. Im Frühjahr 1944 wurde das Schulhaus Lazarett. Sämtliche Klassen verlegte man in Wirtshäuser und Kindergärten.
Am 27. April 1945 besetzten die Amerikaner Regensburg. Jetzt wurde das Schulhaus Teil des Flüchtlingslagers der internationalen Flüchtlingsorganisation IRO. Es etablierte sich eine russische Realschule. Außerdem lebten hier polnische, russische, ukrainische und andere ausländische Jugendliche und Studenten. Die ganze Siedlung, die ebenfalls beschlagnahmt worden war, wurde mit Stacheldraht umgeben, und am Eingangstor in der Nähe des Karthauser Kreuzes standen Wachtposten. Um die Kumpfmühler Kinder von der Straße wegzubekommen, entschloss sich der damalige Stadtpfarrer Georg Lacher zu einem ungewöhnlichen Schritt:
Die Anfänge:    1941-1949
Kumpfmühl gehörte ursprünglich zum Schulbezirk der Augustenschule. Als die Messerschmitt-Flugzeugwerke nach Regensburg kamen, baute man an dem Nordhang des Ziegetsberges für die zuziehenden Facharbeiter mit ihren Familien die Werkssiedlung "Göringheim". Sehr bald erwies sich der Bau einer Volksschule als notwendig. Für 560 000 Reichsmark wurde in den Jahren 1938 bis 1941 die Horst-Wessel-Schule im Göringheim" in der Herbert-Norkus-Straße 13 errichtet.
Sie hatte 21 Klassen mit rund 1 200 Schülern und wurde als Gemeinschaftsschule geführt. Am 8. September 1941 eröffnete Oberbürgermeister Dr. Schottenheim die Schule. Erster Rektor war Karl Staudinger. Auf Drängen der Frauen der Pfarrei St.Wolfgang erlaubte die Stadt im November, dass Kreuze aus der Augustenschule in den Klassenräumen angebracht wurden.
Weil für die Errichtung einer Schule keine Erlaubnis zu bekommen war, gründete er im September 1945 gemeinsam mit dem Lehrer Hans Auer als pädagogischem Leiter einen "Club".  Zuerst waren es 90 Buben und Mädchen, die täglich in der Gaststätte Sperber (Augsburger Hof) einen notdürftigen Unterricht erhielten. Jedes Kind zahlte wöchentlich 20 Pfennige in die Pfarrkasse. Dieses Geld und ein kräftiger Zuschuss der Pfarrei dienten zur Vergütung für die Lehrer, die sich zur Verfügung stellten. Da die deutschen Behörden ohne Militärregierung nichts entscheiden durften und die Amerikaner sich vorerst um nichts kümmerten, konnte der "Club" wachsen. Nun teilte man ihn in Klassen ein und mietete Räume an.
Klassenzimmer 1942
Und so war der "Club" untergebracht: vier Räume bei Sperber, zwei Räume in der Wirtschaft Mittereder in der Kirchmeierstraße, ein Tanzsaal im "Fürstengarten", zwei Räume in der Wirtschaft "Eisbuckel" und zwei Räume bei Wiendl in der Eisbuckelstraße. Im Januar 1946 wird die Schule von der Regierung genehmigt.
Es besteht wieder Schulpflicht. Die Lehrer werden staatliche Beamte und Hans Auer ist der Rektor. Es gibt keine Schultafeln, keine Kreide, weder Tinte noch Hefte und Bücher. Es gibt aber einen neuen Namen für die Schule: "Volksschule Kumpfmühl". Jetzt werden zusätzlich in der Heil- und Pflegeanstalt Karthaus-Prüll der Betsaal und fünf hier weitere Räume angemietet. Die Mieten zahlt die Stadt. Im September 1948 bekommt die Schule den Namen "Ganghoferschule", hat aber immer noch kein Schulhaus. Im Januar 1949 sind 12 Klassen in Karthaus, 6 Klassen bei Sperber und im Wolfgangssaal, 1 Klasse bei Mittereder und 3 Klassen bei den Englischen Fräulein untergebracht. Im September 1949 müssen wieder einige Klassen wandern. Nun sind 6 Klassen bei Sperber, 5 Klassen bei den Englischen Fräulein, 6 Klassen in der Oberrealschule, 3 Klassen in der Pestalozzischule. Endlich, im Oktober 1949 wird das Schulhaus frei. Die Verhandlungen dazu liefen bis zum amerikanischen Oberkommando nach Heidelberg. Aber der Schrecken war groß. In einer einzigen Nacht waren alle Fenster und WC-Anlagen zerschlagen, viele Türen, Tafeln, Bänke und Schränke abtransportiert worden.
[1941 - 1949][1950 - 1959][1960 - 1969][1970 - 1979][1980 - 1989][1990 - 1999][2000 - 2009][2010 - 2019]
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Trotzdem wird am 2. November 1949 das Schulhaus bezogen, nachdem Eltern, Lehrer, Handwerker und städtische Arbeiter vierzehn Tage lang rund um die Uhr gearbeitet hatten. In 21 Klassenräumen sind 33 Klassen untergebracht. Das macht Abteilungsunterricht vormittags und nachmittags im Wechsel notwendig. Die Mädchenklassen sind im Erdgeschoss die Knabenklassen im Obergeschoss. Franz Achatz ist Hausmeister; er zeigt sich bald als "Mädchen für alles". Mit dem Schuljahr 1949/50 wird in Bayern die Bekenntnisschule zur Regelschule. So entstehen neben den katholischen Knaben- und Mädchenklassen auch drei evangelische Klassen. Ab der 4. Klasse besuchen die evangelischen Schüler die Von-der-Tann-Schule. Im Laufe des Schuljahres 1949/50 normalisiert sich das Schulleben weitgehend.