Wir waren im BMW-Werk in Regensburg

Am Donnerstag, den 21.05.2015 haben wir im Rahmen der Betriebserkundung das BMW Werk in Regensburg besichtigt. Als wir angekommen waren, haben wir Besucherkarten und Empfangsgeräte bekommen, über die wir von unserem Guide über alles informiert wurden. Dann haben wir Fragebögen erhalten und wurden in Gruppen aufgeteilt. Im Folgenden stellen wir euch kurz die vier Produktionsbereiche vor.

Der erste Produktionsbereich ist das Presswerk. Hier werden bis zu 400t Stahl und 5t Aluminium täglich verarbeitet. Bis ein Teil in seine endgültige Form gelangt, sind folgende fünf Schritte notwendig: Ziehen, Stanzen, Abkanten, Trennen und Lochen. Diese Vorgänge passieren vollautomatisch in großen Pressen. Die Gesamtkraft einer einzelnen Presse beträgt in etwa das Gewicht des Eifelturms, also 8.100t bis 9.100t. Produktionskontrollen finden bereits in den Pressen, mit Hilfe von Kameras statt. Jedes 15. Pressteil wird durch einen Mitarbeiter mit einem speziellen Schleifstein überprüft. In der Behälterkontrolle werden Teile sortiert und ein letztes Mal mit einem speziellen Licht geprüft. Anschließend kommen die Teile in den zweiten Produktionsbereich,  den Karosseriebau.

Dort wird die Karosserie mit Hilfe von verschiedenen Fügetechniken zusammengebaut. Die drei meist genutzten sind das Punktschweißen, Laserstrahlfügen und Kleben. Hier arbeiten doppelt so viele Roboter wie Arbeiter. Die anschließende Qualitätskontrolle nennt man Finish. An diesem Arbeitsplatz wird mit speziellen Handschuhen über  die Karosserie gestreichelt um feine Unebenheiten zu finden. Danach wird die Karosserie auf einem Fließband in die Lackiererei transportiert.

In der Lackiererei läuft alles vollautomatisch ab. Die Autos werden auf Förderbändern durch die Lackierstraße befördert und bekommen von Robotern die verschiedenen Lackschichten aufgetragen. Insgesamt werden fünf Lackschichten aufgetragen: Grundierung, Kathodische Tauchlackierung, Füllerlack, Decklack (definiert die Farbe des Autos) und Klarlack. Insgesamt gibt es 24 Serienfarben und 300 Sonderfarben, mit dem man seinen BMW besprühen lassen kann. Wenn der Lack dann insgesamt 24 Stunden getrocknet ist, kann er in den vierten und letzten Produktionsbereich, die Montage gebracht werden.
 
Die Montage ist der größte Produktionsbereich. Hier arbeiten 4500 Angestellte der insgesamt 9000 Arbeiter des BMW Werkes Regensburg. Hier dauert ein Arbeitsschritt 57 Sekunden. Die Anlieferung der Teile zu den einzelnen Arbeitsplätzen erfolgt immer "just in time" , also rechtzeitig und "just in sequence". Letzteres bedeutet, dass die Teile immer in der Reihenfolge angeliefert werden, wie sie am Band bearbeitet und gebraucht werden. Die sogenannte "Hochzeit" ist der Höhepunkt der Montage. Hier werden die Karosserie und der Antriebsstrang (Motor, Getriebe, Achsen) unwiderruflich miteinander verschraubt. Bevor das Auto am Schluss als Unikat vom Band rollt, wird es noch einer letzten Prüf- und Qualitätskontrolle unterzogen.

Abschließend möchten wir sagen, dass uns diese Betriebserkundung sehr gut gefallen hat und wir einiges lernen konnten. An dieser Stelle möchten wir auch ganz herzlich Frau L.C. danken. Sie hat sich um die komplette Organisation und Durchführung gekümmert. DANKE!!!