Besuch bei der Suchtberatung

Am 19.12.2014 besuchte die Klasse 9c im Rahmen der Suchtpräventionswoche an unserer Schule  die Suchtberatung im Gesundheitsamt in Regensburg

Nachdem wir angekommen waren, stellte sich Frau Kliegel von der Suchtberatung vor und erzählte uns, welche Aufgaben das Gesundheitsamt hat.
Anschließend überlegten wir gemeinsam, welche Süchte und Suchtmittel es gibt. Hierbei kam es zu einer lebhaften Diskussion über die Frage, warum einige Suchtmittel, wie zum Beispiel Cannabis oder Heroin illegal, andere wie Alkohol und Nikotin jedoch legal sind.
Wir erfuhren hierbei, dass an den Folgen von Zigarettenkonsum jährlich ca. 140 000 Menschen sterben. Ungefähr 2 Mio Menschen in Deutschland kann man als alkoholabhängig bezeichnen, an den Folgen des Alkoholkonsums sterben jährlich zwischen 30 000 und 70 000 Menschen. Hingegen leiden an einer Abhängigkeit von illegalen Drogen an die 300 000 Deutsche, von denen ungefähr 1500 - 2000 - vor alle junge - Leute sterben.
Sehr interessant für uns war, dass ca. 1 - 3% der Menschen, die einen Stoff - egal ob legal oder illegal - ausprobieren, davon abhängig werden.
Im Anschluss daran besprachen wir mit Frau Kliegel die Merkmale einer Abhängigkeit und erfuhren, dass die psychische Abhängigkeit viel problematischer als die körperliche ist.
Uns interessierte auch, wann der Führerschein z.B. bei Alkoholkonsum abgenommen wird. Hierzu konnte uns Frau Kliegel erzählen, dass dies sogar passieren kann, wenn man außerhalb des Straßenverkehrs betrunken ist.
Außerdem stellten wir die Frage, welche zusätzliche Gesundheitsgefährdungen durch Drogenkonsum bestehen. Hier besteht vor allem die Gefahr der Infektion mit HIV - also AIDS - und Hepatitis.
Schließlich erklärte uns die Referentin noch, welche Stellen man bei einer eigenen Suchtproblematik oder auch als Angehöriger von Süchtigen aufsuchen kann. Dies sind in Regensburg vor allem "Drugstop", "Wagnis" oder eben das Gesundheitsamt. Man hat immer die Möglichkeit, einfach zu kommen oder einen Termin mit einem Berater auszumachen.
Ganz wichtig hierbei ist, dass die Beratung kostenlos ist und es - ebenso wie beim Arzt - eine Schweigepflicht für den Berater gibt. Selbst vor Gericht dürfte ein Suchtberater nicht aussagen.
Für Jugendliche, die zum ersten Mal mit illegalen Drogen erwischt werden, gibt es die Möglichkeit, einen "FRED-Kurs" zu machen. Wenn sie sich dazu bereit erklären, gibt es für sie keine weiteren rechtlichen Konsequenzen.
Abschließend fanden wir noch sehr interessant, dass es bis zu 15 Jahre dauern kann, bis man alkoholabhängig werden kann. Ein untrügliches Zeichen für eine Abhängigkeit ist laut Frau Kliegel, wenn man im Laufe der Zeit immer mehr Alkohol trinkt.

Am Ende dieses sehr interessanten Vormittags im Gesundheitsamt bedankten wir uns herzlich bei Frau Kliegel.