Suchtprävention für Schüler und Eltern

Ganz dem Thema „Handy & Co - wenn Kinder chatten und surfen“ war der Mittwoch, der 22. Februar 2017, gewidmet, der im Rahmen der Suchtpräventionswoche von Frau Esther Christmann, Fachfrau für Mediennutzung, vom Jugendamt der Stadt Regensburg gestaltet wurde.
Am Vormittag stimmte Frau Christmann die Schülerinnen und Schüler der beiden 5. Klassen zunächst ein, indem die Kinder zum Nachdenken darüber angeregt wurden, wie sie ihren Alltag gestalten, was ihnen wichtig ist und wie sie mit Langeweile oder Stress umgehen.
Mit Klebepunkten wurde ein Schaubild erstellt, das sichtbar machte wie die SchülerInnen die verschiedenen Angebote der Medien nutzen.
Das Ergebnis zeigte, dass Handy & Co viel Zeit in Anspruch nehmen und sehr wichtig für die Kinder sind.
Wie entsteht Sucht? Wenn einem nichts anderes zu tun einfällt, als mit dem Handy zu spielen, ist die Gefahr groß. Gefährdet ist, wer sich ein Leben ohne Handy nicht vorstellen kann und dem langweilig ist. Dabei gibt es unzählige Angebote gegen Langeweile. Sich mit Freunden wirklich treffen, im Verein z.B. aktiv Fußball spielen, regelmäßig ein Training besuchen, zum Jugendtreff gehen usw., wären tolle Möglichkeiten. Genauso gut ist es ein Buch zu lesen, ein Haustier zu pflegen oder mit der Familie etwas zu unternehmen. Schon ein gemeinsames Essen wäre eine Bereicherung.
Wie vormittags in den Klassen, wurde beim Elternabend zunächst der eigene Umgang mit Medien reflektiert. Gemeinsam mit den Eltern und Lehrern erläuterte Frau Christmann dann, wie wichtig ein gut gefüllter Lebenstank für die Kinder ist, was ihre „Kraft-Verbraucher“ sind und welche „Tankstellen“ neue Energie bringen. Je vielfältiger diese Tankstellen sind, umso besser kann einem Suchtverhalten vorgebeugt werden. Kinder brauchen vielerlei Möglichkeiten, sich zu entfalten. Das macht sie stark. Medienerziehung findet vorrangig in der Familie statt. Eltern, die sich für ihr Kind interessieren und erster Ansprechpartner sind, brauchen sich nicht zu viele Sorgen zu machen.
Frau Christmann beantwortete darüber hinaus Fragen zum Thema, besprach Sorgen und Ängste mit den anwesenden Eltern und bot Lösungen für Probleme an.