Schülerbericht über den Besuch der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg am 20.07.2015

Am 20.07.2015 besuchten die Klassen 8a, 8b und 8c der Mittelschule St. Wolfgang die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Im Vorfeld hatten wir uns bereits ausgiebig mit den Themen Nationalsozialismus und Holocaust im Unterricht auseinandergesetzt. Zudem hatten wir die große Ehre, den Zeitzeugen Alexander Henryk Laks zu einem Gespräch in unserer Klasse begrüßen zu dürfen. Dieses Erlebnis hat uns stark berührt und uns optimal auf den Besuch der Gedenkstätte vorbereitet.
In der Gedenkstätte wurden die drei Klassen in einzelne  Gruppen aufgeteilt. Zunächst erfuhren wir, wann und wie das Konzentrationslager entstand, in welche Bereiche es aufgeteilt war und dass es sich bei Flossenbürg um ein reines Männerarbeitslager handelte. Unsere Betreuerin berichtete uns, dass die Häftlinge bei der Ankunft zunächst ihre Kleidung abgeben mussten, rasiert und entlaust wurden, wobei sie dabei den Erniedrigungen durch die Kapos ausgesetzt waren.  Im Waschraum wurden sie dann geduscht und bekamen - teilweise erst Tage später - ihre Häftlingskleidung mit einer Nummer. Von diesem Zeitpunkt an besaßen sie keinen Namen mehr, sondern nur noch diese Nummer und einen Winkel, der den Grund der Inhaftierung kennzeichnete.
Im Anschluss erzählte uns die Betreuerin ausführlich über die dauerhafte Unterernährung, die katastrophalen hygienischen Zustände und die harten Arbeitsbedingungen im Steinbruch. Wir erfuhren, dass die durchschnittliche Überlebensdauer in Flossenbürg aufgrund dieser Zustände nur 3 Monate betrug.
Schließlich besichtigten wir das „Tal des Todes“ mit dem Krematorium. Zum Schluss hatten wir noch die Gelegenheit, selbst die beiden Ausstellungen zu besichtigen.
Der Besuch der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg war nicht nur von geschichtlicher Seite sehr informativ, sondern hat uns auch emotional sehr bewegt und wird uns noch lange beschäftigen.