Schulprofil:

1. Schulart
Die Mittelschule ist eine praxisorientierte Schulform, die insbesondere den Anforderungen der Wirtschaft und der
Betriebe Rechnung trägt. Sie umfasst die Jahrgangsstufen 5 mit 9 (bzw. 10). Die St.-Wolfgang-Mittelschule steht
im Schulverbund mit der Pestalozzi-Mittelschule und der Otto-Schwerdt-Mittelschule Burgweinting.
2. Abschlüsse
Die Mittelschule führt zum erfolgreichen Hauptschulabschluss und zum qualifizierenden Hauptschulabschluss. Der Mittlere-Reife-Zug umfasst die Jahrgangsstufen 7 bis 10 und führt zum mittleren Schulabschluss.
3. Inhalte
Lehrplan, Fächer und Unterrichtsmethoden kommen durch lebensnahes und berufsbezogenes Lernen den Interessen, Lernweisen und Begabungen der Schüler entgegen. Der Unterricht an der Mittelschule ist verstärkt auf praxisbezogene Lerninhalte ausgerichtet und führt die Schülerinnen und Schüler an die Arbeitswelt heran. Sie erhalten dadurch Orientierungshilfen für die spätere Berufswahl.
4. Fächerangebot
Die Mittelschule bietet Unterricht in Pflichtfächern, Wahlpflichtfächern, Wahlfächern und Arbeitsgemeinschaften an. Solide Kenntnisse und Fertigkeiten in Deutsch, Mathematik, Englisch und in den musischen Fächern sind unverzichtbar. Im Mittelpunkt steht das konkret-anschauliche, lebensnahe, praxisbezogene und exemplarische Handeln. Lernen durch eigenes Tun, Lernen an der Wirklichkeit vor Ort oder am Modell, eigenständiges Arbeiten und Teamarbeit sind gängige Unterrichtsformen, zunehmend auch Projektunterricht und Freiarbeit. In den M-Klassen, die zum mittleren Schulabschluss führen, steht neben der Praxis theoretisches Problemlösen und abstraktes Denken stärker im Vordergrund.
5. Praxisbezug
Ein Schwerpunkt der Mittelschule ist das Lernfeld Arbeit, Wirtschaft, Technik (AWT) mit dem gleichnamigen Leitfach. Es bietet eine Einführung in die Berufswelt und aktive Hilfe zur Berufsfindung. Erscheinungsformen und Wandel der Arbeitswelt, der heimatliche Wirtschaftsraum, Fragen des Ausbildungsvertrages und Zusammenhänge aus Wirtschaft und Technik werden dem Mittelschüler nahegebracht und helfen ihm beim Eintritt in das Berufsleben. Betriebserkundungen, Betriebspraktika,  Berufsmessen, Infoabende der Wirtschaft und die enge Zusammenarbeit mit der Berufsberatung unterstützen dieses Vorhaben.
Während das Leitfach AWT mehr die theoretischen Grundlagen legt, steht in den arbeitspraktischen Fächern der Umgang mit konkreten Gegenständen und Materialien im Vordergrund.
Im Bereich Technik lernen Schüler, Werkaufgaben zu planen, fachgerecht auszuführen und die Ergebnisse sachkundig undselbstkritisch zu bewerten. Handwerkliche Tugenden, technisches Verständnis, Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit Material und Werkzeug, Sorgfalt und Zielstrebigkeit sind Schlüsselqualifikationen, die hier vermittelt werden.
•  Im Bereich Wirtschaft bilden die Fähigkeiten im Umgang mit Tastatur und Textsystemen eine solide und oft gewünschte Grundlage für die Berufsausbildung. Nicht nur im Fach Wirtschaft, sondern in allen Fächern, in denen sich entsprechende Anknüpfungsmöglichkeiten ergeben, erhalten die Mittelschüler grundlegende EDV-Kenntnisse. Der Computer mit seinen Möglichkeiten und Grenzen ist selbstverständlicher Bestandteil des Mittelschulunterrichts.
•  Der Bereich Soziales vermittelt Fertigkeiten, die z. B. für die gesunde Ernährung und das Wirtschaften im Haushalt grundlegend sind. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln soziale Sensibilität und Kompetenz.
6. Individuelle Förderung, Ausgleich von Defiziten
Über die Pflichtfächer hinaus steht den Schülern je nach individuellem Interesse eine Vielzahl von Zusatzfächern als Wahlmöglichkeit zur Verfügung¹. In Form von Arbeitsgemeinschaften (z. B. Schulspiel, Fotografie, Schulband, Schulchor, Schülerzeitung, Homepage) und Wahlfächern (z. B. alle Wahlpflichtfächer des arbeitspraktischen Bereichs, Buchführung, Informatik) bietet sich Gelegenheit, den eigenen Horizont zu erweitern und wertvolle Qualifikationen für das Berufsleben zu erwerben.
Großer Wert wird darauf gelegt, Schülern mit Defiziten (fehlende Deutschkenntnisse, Lese- und Rechtschreibschwäche, Rechenschwäche) durch Stütz¹-, Förder¹- und Intensivkurse¹ das nötige Rüstzeug für eine erfolgreiche Integration in das gesellschaftliche und berufliche Leben mitzugeben.
¹ Sofern es die vom Kultusministerium bzw. der Regierung der Oberpfalz vorgegebene personelle und planungstechnische Situation erlaubt
7. Ganztagsbetreuung
Auf Wunsch können Schülerinnen und Schüler in eine offene Ganztagsbetreuung aufgenommen werden.