Das Märchen und der Weihnachtsengel
Vgl. © Elke Bräunling

Es war zu der Zeit, als viele Menschen auf der Erde genug Geld hatten, um sich ihre Wünsche zu erfüllen. Sie kauften und kauften und kauften, alles was ihr Herz begehrte.
Nun waren sie aber nicht glücklicher als die Erdenbewohner früher, wo die Zeiten schlechter waren. Erwachsenen wie auch Kindern fehlte etwas. Eine innere Zufriedenheit suchen alle Männer, Frauen und Kinder, eine, die glücklich macht. Ganz besonders in der Weihnachtszeit bemerken die Leute, dass ihnen etwas fehlt.
Das erkannte ein Märchen und es wurde traurig. So gerne hätte es allen Großen und Kleinen geholfen, jenen, die sich nach dem Weihnachtszauber sehnen und jenen, die sich so schwer tun, ihn zu spüren. Da hatte das Märchen eine Idee.
Es wollte ein ganz besonderes Märchen sein, das die Menschen ins Weihnachtsland zu verzaubern vermochte.
"Mach aus mir ein Weihnachtszaubermärchen!", bat es den Weihnachtsengel in den Tagen der Adventszeit. "Das ist ein außergewöhnlicher Wunsch", staunte der Engel. "Stimmt", sagte das Märchen. "
Ich möchte den Menschen eine Freude bringen, die man nicht kaufen
und in bunte Päckchen packen kann."
Der Weihnachtsengel seufzte. "So ein Märchen gibt es nicht. Oder glaubst du an Märchen?" Das Märchen nickte. "Ich bin doch selber eins!"
"Du bist hartnäckig. Ich werde darüber nachdenken."
Der Weihnachtsengel grübelte lange. Dann hatte er eine Idee.
"Du wirst zur Advents- und Weihnachtszeit im Traum zu den Menschen kommen. Ein Traumzauberweihnachtsmärchen wirst du sein."
Das Märchen machte einen Freudenluftsprung."Ein Traumzauberweihnachts-märchen. Wie schön." Es war glücklich.
"Jetzt bin ich das schönste Märchen auf der Welt und alle werden mich lieb haben."
Und so war es auch. Das Traumzauberweihnachtsmärchen wurde zum Lieblingsmärchen der Menschen. Ganz besonders der Kinder.
Es war überall, wenn man es auch nicht im Fernseher sehen und nicht auf CDs hören konnte.
Aber es war da, in den Herzen der Menschen, und es schenkte ihnen in der Weihnachtszeit wunderschöne Träume.
Du kennst es noch nicht?
Warte! Bestimmt kommt es auch noch zu dir. Du kannst es weder sehen noch hören, doch es ist da, in der Advents- und Weihnachtszeit.
Sei mal ganz achtsam,
wenn alles ganz still ist.
Psst!
Fühlst du es?  Frohe Weihnachten!